25.02.2017

Sparen im Alltag - Part I: Kleine Tricks, große Unterschiede

Das Thema „Sparen“ ist bei den meisten von uns wahrscheinlich recht präsent. Viele wollen (mehr) sparen, viele machen es und viele finden es schwierig, von dem vielleicht eh schon knappen Geld, etwas zur Seite zu legen.
Wir alle brauchen finanzielle Reserven für unvorhersehbare Dinge, wie das kaputte Auto oder die nicht mehr waschende Waschmaschine und natürlich haben wir alle Wünsche und Träume, die wir uns gerne irgendwann erfüllen möchten.


In dieser kleinen Blogserie möchte ich einige meiner Tipps zum Thema „sparen“ mit euch teilen, ganz klar ist vorab zu sagen, dass das was für mich funktioniert, nicht für jeden funktionieren muss. Ich möchte euch einfach ein paar Ideen weitergeben, die ich selbst anwende und dir mir geholfen haben meine Sparrate zu erhöhen, ohne großen Verzicht zu üben. Es sind ein paar Anregungen, was ihr daraus macht oder auch nicht, ist euch überlassen :)



Zur info: Zu manchen meiner Vorschläge schreibe ich euch Einschätzung, wie ich das Sparpotential bei einer Umsetzung sehe.

Meine Meinung ist:

Wenn es die Möglichkeit gibt, jeden Monat auch nur ein bisschen was  wegzulegen, dann sollte man das auf jeden Fall machen. Denn, hier halte ich es ganz nach dem Motto „Kleinvieh macht auch Mist“. Also denkt bitte nicht, nur weil keine 3-stelligen Beträge im Monat zur Seite gepackt werden können, würde sich das sparen nicht lohnen.

Diese Serie wird vorerst aus 3 Teilen bestehen, dieser Teil beschäftigt sich mit dem „glattziehen“ der aktuellen Finanzen, ein weiterer mit dem Sparen beim Shoppen und der letzte Teil beschäftigt sich mit dem bewussten Umgang mit Geld.

Los geht’s mit Teil 1 meiner Serie „Sparen im Alltag“:

Teil I: Die ersten Schritte  

 

Tipp 1: Ziele setzen 

 

Was meiner Erfahrung nach ganz besonders wichtig ist, um erfolgreich zu sparen, ist sich ein definiertes Ziel zu setzen.
Wofür willst du eigentlich sparen, möchtest du z.B. eine bestimmt (Notfall)-Summe auf dem Konto haben oder sparst du für die Rente oder auf eine bestimmte Sache (Urlaub, Auto, etc.) hin.
Egal was es ist, es sollte DICH motivieren weiter zu sparen, denn einfach „nur“ Geld weglegen ohne richtigen Grund macht keinen Spaß und führt langfristig nicht zum Erfolg.

Also, die erste Aufgabe für deinen persönlichen Sparplan: ZIELE DEFINIEREN

Tipp 2: Einnahmen-Ausgaben-Aufstellung

 

Als erste Sparmaßnahme solltet ihr eure Ausgaben gründlich durchgehen. Oftmals wissen wir gar nicht mehr, wohin unser Geld so verschwindet im Alltag. Damit meine ich nicht nur die Ausgaben, die zwischendurch, sondern speziell die fixe Kosten.
Um einen genauen Überblick zu erhalten, macht euch eine simple Einnahmen-Ausgaben-Aufstellung. Schaut eure Kontoauszüge der letzten Monate, noch besser des gesamten letzten Jahres an und sucht eure fixen Kosten heraus. Klar, es ist etwas mühselig und es gibt spannenderes, aber ihr werdet verwundert sein, was ihr alles finden werdet, was euch gar nicht so bewusst war.

Sobald ihr fertig seid, fragt euch „Wo kann ich hier noch etwas optimieren?“
Typische Posten mit Sparpotential sind beispielsweise der Handy- und der Internetvertrag, Versicherungen oder Abonnements (Zeitschriften, Video-on-Demand Dienste, Autoclub..). Was ihr nicht mehr nutzt oder braucht – kündigen. 
Bei Verträgen, ruft einfach mal bei den Unternehmen an, lasst euren Vertrag prüfen oder fragt nach einem besseren Angebot, ihr werdet überrascht sein, was sich da alles ergeben kann.

Bei mir lag das monatliche Sparpotenzial bei ca. 45€, durch Anpassungen an Handy- und Internetvertrag, sowie bei der Autoversicherung, der ADAC wurde nicht mehr gebraucht und meine Zeitschriftenabos wurden gekündigt.

Tipp 3:  Versicherungen

 

Fragen, die ihr euch stellen solltet sind:
Was habe ich an Versicherungen? 
Habe ich etwas doppelt? 
Könnte ich auf etwas verzichten? 

Bei Rechtsschutz, Haftpflicht, etc. lohnt es sich nicht nur über die Kosten zu schauen und zu überprüfen, ob es nicht mittlerweile ein günstigeres Angebot gibt, sondern auch auf die Leistungen solltet ihr ein Auge werfen. Passen diese noch zu eurem Leben, sind sie noch up-to-date? Falls nicht, solltet ihr einen Wechsel in Betracht ziehen bzw. den Vertrag entsprechend anpassen.

Bei der Autoversicherung lohnt es sich ein mal im Jahr die Rahmenbedingungen durchzugehen: fahre ich die angegebenen Kilometer im Jahr, oder sind es doch weniger, habe ich mittlerweile eine Garage für mein Auto, ist noch jemand als Fahrer mitangemeldet, der das Auto aber nicht fährt oder mittlerweile über 23/25 ist, etc. Durch eine Korrektur können hier jährlich einige Euro gespart werden.

Als Hilfestellung nutze ich gerne die Artikel der Zeitschrift „Finanztest“, die fast alle auch online zur Verfügung stehen. Hier kann einiges an Sparpotential lauern. Bei uns kam bei diesem Punkt einiges zusammen, da wir Versicherungen zusammenlegen und dadurch einen kompletten Jahresbeitrag sparen konnten. Für uns waren das monatlich zwischen 20-30€, die wir einsparen konnten.

Tipp 4: Sonstige Ausgaben

 

Schreibt 1 -2 Monate lang eure sonstigen Ausgaben auf. Hört sich anstrengend an, aber es ist sehr aufschlussreich zu sehen, für was man sein Geld so ausgibt.
Dadurch kann man einige Kostenfallen aufdecken, die einem im Alltag nicht so bewusst sind. Der tägliche Kaffee, das morgendliche Brezel beim Bäcker, etc.... .

(Sparpotential: Schwer zu sagen, aber ich denke 20€ oder mehr im Monat. Bsp: an jedem Werktag gibt es ein belegtes Brötchen vom Bäcker für 2€, das macht in der Woche 10€, im Monat beläuft sich das ganze dann schon auf 40€!! Brötchen selbst schmieren lohnt sich also)

Tipp 5: Sparrate als fixe Kosten definieren

Plane deine Sparrate als feste Ausgabe ein. Nach dem nun alle fixen und sonstigen Kosten glatt gezogen sind und ein Überblick über die Finanzen besteht, ist es nun an der Zeit das persönliche Sparpotential anzuschauen.
Habt ihr euch eine Summe festgelegt, die ihr monatlich sparen wollt, dann legt ihr diese als fixe Ausgabe fest und nehmt es in eure Aufstellung mit auf. Ich habe in meinen Ausgaben, meine Sparrate fest eingeplant und nur in Sonderfällen lasse ich diese ausfallen oder kürze sie. Dies ist zum Beispiel am Anfang des Jahres der Fall, wenn die ganzen Versicherungen fällig sind.

Die ersten Schritte sind getan, wir haben die Basis unserer Finanzen glatt gezogen und schon einiges an Sparpotenzial herausgefiltert.
Zählen wir das geschätzte Sparpotential zusammen, macht das, basierend auf meinen Schätzungen, schon ca. 95€. Das wäre doch schon mal ein gutes Sümmchen zum weglegen, oder :)


Mich würde natürlich interessieren, was ihr von den Tipps hält und wie ihr etwas an eurem Sparpotential optimieren konntet. 


Im nächsten Post nehme ich mir das Thema „Einkaufen“ vor und habe hierzu ein paar nette Tips und Anregungen für euch.

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