12.02.2017

Mein Wort für 2017: Gelassenheit

2017 ist mittlerweile schon fast 1,5 Monat alt. Es ist also schon genügend Zeit vergangen, um die ersten guten Vorsätze in die Tat umzusetzen.




Dies soll jetzt kein Post über meine guten Vorsätze werden, obwohl ich darüber auch etwas schreiben könnte, wenn ihr Interesse habt.

Heute möchte ich euch über mein Wort für das Jahr 2017 berichten. 

Ihr fragt euch vielleicht, was soll das sein, ein Wort für ein Jahr?
Ganz einfach...mein Handeln, Denken und Tun soll sich dieses Jahr an diesem Wort orientieren, mich in jeder Situation im Hinterkopf begleiten und eine Art roter Faden bilden.

Mein Wort dieses Jahr, wie ihr oben schon lesen konntet, ist: "GELASSENHEIT

Aber was bedeutet Gelassenheit eigentlich? 

Laut Wikipedia ist "Gelassenheit, Gleichmut, innere Ruhe oder Gemütsruhe eine innere Einstellung, die Fähigkeit, vor allem in schwierigen Situationen die Fassung oder eine unvoreingenommene Haltung zu bewahren. Sie ist das Gegenteil von Unruhe, Aufgeregtheit, Nervosität und Stress." (Quelle: Wikipedia.de)

Dies fasst es, meiner Meinung nach, schon ganz gut zusammen. Für mich bedeutet "Gelassenheit", Ruhe zu bewahren, nicht alles was passiert zu überanalysieren, es auf die Goldwaage zu legen und mir meinen Kopf non-stop darüber zu zerbrechen. Zu versuchen darauf zu vertrauen, dass sich vieles von alleine regeln wird und mich nicht über Dinge zu stressen, die ich derzeit oder so schnell nicht ändern kann. 
Es gibt immer wieder Momente im Leben, die ziehen einen einfach runter, obwohl einem selbst bewusst ist, dass sich an der ganzen Situation erstmal nichts ändern lässt, durchbeißen angesagt ist und aufgeben oder wegrennen keine Option ist. 
Diese Momente gab es im letzten Jahr bei mir zur Genüge und sie machten mich zu einer Person, die ich nicht sein möchte: traurig, niedergeschlagen, unglücklich, als würde mich eine Last erdrücken und mir meine ganze Spontanität und Lebenslust rauben. Ich wollte mich die meiste Zeit in 2016 am Liebsten zuhause eingebuddelt und das bin einfach nicht ICH. 



Deshalb sage ich dieses Jahr dazu "Nein!!"
Ich möchte mein Leben genießen, glücklich und spontan sein und versuchen jeden Tag ein Lachen im Herzen zu tragen. 
Denn wir haben nur dieses eine Leben und das sollten wir so gut es nur geht genießen. Natürlich sieht die Realität nicht ganz so rosa-rot und Ideal aus. Es gibt Tage, die nicht so toll sind, an denen man am Liebsten im Bett liegen bleiben würde oder einfach nichts so läuft wie es soll. Diese Tage wird es auch weiterhin immer mal wieder geben, aber sie sollten und dürfen nicht das Leben dominieren. 

Ich bin dann mal gelassen - von jetzt auf nachher? 
Einfach mal sagen "Ich bin jetzt gelassen" funktioniert wohl eher nicht so gut. 
Bei mir hat es gegen Ende letzen Jahres irgendwann "klick" gemacht und ich wußte, so kann es für mich nicht weitergehen, ich möchte nicht noch ein Jahr verschwenden. 
Ich wußte an den Situationen, die mich so heruntergezogen haben lässt sich so schnell nichts ändern. Einige haben sich mittlerweile aufgelöst, aber andere sind weiterhin Konstanten in meinem Leben, mit denen ich täglich umgehen muss. Derzeit funktioniert es gut für mich, mich auf die vielen guten Dinge in meinem Leben zu fokussieren und auf mich selbst. Ich achte darauf was mir gut tut und priorisiere auch meine Freizeit anders als früher. Ich liebe meine Familie und Freunde, aber ich liebe auch mich und ich brauche auch einfach mal Zeit für mich. Seit ich dies konsequenter umsetze geht es mir wesentlich besser, ich fühle mich nicht mehr so gestresst und viel entspannter.

Einige der Bereiche, die mich 2016 so belastet haben, sind immer noch in meinem Leben und werden mich auch noch einige Zeit begleiten, aber ich sehe das Ganze nun wirklich - gelassener und entspannter.
Der Versuch, auch in solchen Bauchwehgebieten etwas gutes zu finden, ist leichter gesagt als getan, das weiß ich, aber nach langer Zeit bin ich an dem Punkt, an dem es doch ganz gut funktioniert. 
Das meiste hat seine guten und schlechten Seiten und es ist unsere Wahl, welche wir davon ansehen möchten.
Ich bezweifle, dass ich nun dauerhaft relativ gelassen bleiben werde. Es wird immer wieder Momente geben, an denen mich Dinge, Situationen oder Worte runterziehen, ohne das ich etwas dagegen tun kann. Aber ich hoffe einfach, wenn es solche Momente gibt, diese schneller bewältigen zu können.

Was ist euer Wort für 2017? Wie gelassen seid ihr? 

Das Thema "Gelassenheit" würde ich gerne zu einer kleinen Serie über das Jahr hinweg machen und euch immer mal wieder darüber berichten, z.B. wie es bei mir weiterhin funktioniert, ob Gelassenheit gelernt werden kann und wenn ja, wie das denn aussehen könnte. 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen